Belastende Erinnerungen
gezielt verarbeiten.
EMDR wurde von Francine Shapiro entwickelt. Der Name lässt sich mit „Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen“ übersetzen. Besonders für die Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung ist die Methode wissenschaftlich untersucht und anerkannt.
Was passiert während der Erinnerungsarbeit?
Was passiert während der Erinnerungsarbeit?
Sie richten Ihre Aufmerksamkeit auf eine ausgewählte Erinnerung mit den zugehörigen Gedanken, Gefühlen und Körperempfindungen. Gleichzeitig folgen Ihre Augen angeleiteten Bewegungen nach rechts und links. Diese wechselseitige, sogenannte bilaterale Stimulation erfolgt in kurzen Sequenzen. Dazwischen wird besprochen, was Sie wahrnehmen und wie sich das Erleben verändert.
Die Arbeit erfolgt im Kontakt mit dem Therapeuten und mit Bezug zur gegenwärtigen Situation. Ziel ist, dass die Erinnerung weniger überwältigend erlebt wird und eine angemessenere Bewertung möglich wird – beispielsweise mehr erlebte Sicherheit in der Gegenwart.
Ein strukturiertes Verfahren
Ein strukturiertes Verfahren
EMDR umfasst acht Phasen. Die Erinnerungsbearbeitung ist eingebettet in Anamnese, Vorbereitung, eine genaue Erfassung der Belastung und die Überprüfung der Ergebnisse. Ob und wann eine Erinnerung bearbeitet wird, richtet sich nach dem individuellen Behandlungsplan.
Meine EMDR-Fortbildung läuft seit 2026. Die hier beschriebene Methode wird fachlich in meinen verhaltenstherapeutischen Behandlungsansatz eingeordnet.
Die acht Phasen im Überblick
Die acht Phasen im Überblick
- Anamnese und Behandlungsplanung: Beschwerden, Lebensgeschichte und relevante Erinnerungen erfassen.
- Vorbereitung: Vorgehen erklären und Möglichkeiten zum Umgang mit Anspannung erarbeiten.
- Bewertung der Erinnerung: Belastendes Bild, negative Selbstbewertung, Gefühle und körperliche Reaktionen bestimmen.
- Desensibilisierung: Die Erinnerung unter bilateraler Stimulation bearbeiten und Veränderungen verfolgen.
- Verankerung: Eine passende, hilfreichere Selbstbewertung mit der Erinnerung verbinden.
- Körpertest: Verbleibende körperliche Belastung wahrnehmen und gegebenenfalls weiter bearbeiten.
- Abschluss: Die Sitzung geordnet beenden und den Umgang mit möglichen Nachwirkungen besprechen.
- Überprüfung: In der Folgesitzung Veränderungen und weiteren Behandlungsbedarf beurteilen.
Zum Weiterlesen: EMDRIA Deutschland · Was ist EMDR? · EMDR International Association · Behandlungsphasen
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